Gegenbefehl, Genossen!

30. März 2020
Kategorie: Freiheit | Giovannino Guareschi | Ironie | Linkverweis | Medien

Was gestern Verschwörungstheorie war, ist heute Fakt – und umgekehrt. Was noch vor zwei Monaten als „rechte Verschwörungstheorie“ abgetan wurde, gilt heute in Sachen Corona als bestätigt; heute sind es dagegen „rechte Verschwörungstheoretiker“, die an den rigiden Maßnahmen in der Coronakrise Zweifel äußern. Die allerjüngste Geschichte deutscher Medien – insbesondere die des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – ist keine Geschichte voller Mißverständnisse, sondern davon, wer festlegt, was Wahrheit ist und was nicht. Beispiele gibt es dafür genügend.

[…]

Nach der Kehrtwende geht es mit demselben Prinzipiengeist in die andere Richtung: wer nun die Gefährlichkeit von Corona infrage stellt, gilt als gefährlicher Verschwörungstheoretiker. Es erinnert alles an eine Rubrik in der anti-kommunistischen Satirezeitung von Giovannino Guareschi, in der die Fehler im kommunistischen Parteiblatt l‘Unità mit dem Aufruf aufgespießt wurden: „Gegenbefehl, Genossen!“

Der pikanteste Fall betrifft Wolfgang Wodarg, der noch am 10. März, also kurz vor der Kehrtwende, im ZDF-Magazin „Frontal21“ einen großen Auftritt hatte, um die Panikmache um Corona als Gehirngespinst zu enttarnen. Wodarg galt als ehemaliger SPD-Bundestagsabgeordneter und Epidemiologe dem ZDF als seriös genug. Daß er als Amtsarzt den Hochstapler Gert Postel nicht enttarnt hatte, war als schwarzer Fleck auf der Arztweste vergessen.

Wenige Tage später ist Wodarg zu einem Hauptangriffsziel der Medien geworden, weil er die Krankheit verharmlose. Die Propaganda, die man dem Bürger in medizinischen Dosen verabreicht hat, könnte jetzt die falsche sein. Die besten Argumente gegen Ausgangssperren und Corona-Gesetze bieten die Medien mit ihrer Berichterstattung selbst. Sie haben Skepsis und Zweifel in der Bevölkerung verursacht und zu verantworten.

Ob Wodarg ein seriöser Experte oder ein Verschwörungstheoretiker ist, steht auf einem gesonderten Blatt. Frappierend ist, wie etablierte Medien nicht nur ihre eigenen Worte vergessen, sondern auch, wie schnell sie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aussondern, wenn deren Meinung nicht mehr der offiziell zu kommunizierenden entspricht.

Der ganze Text bei der Jungen Freiheit.

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