Sonntagsschau (18/3)

19. März 2018
Kategorie: Sonntagsschau

Eine betont nüchterne Reise begeht Marc Felix Serrao zu den Vertretern des konservativen Bürgertums in Dresden. Geht ein neuerlicher Riss durch Ost und West? Von bösen Büchern, PEGIDA und Tellkamp als Symptom.

Rüdiger Safranski beklagt beim Spiegel nicht nur das „inflationäre Geschwätz über die Islamophobie“, sondern stellt auch richtig: Es gibt keine Pflicht zur Fremdenfreundlichkeit. Der Artikel ist beim SPIEGEL hinter der Paywall, bei WELT und Junger Freiheit lesen Sie eine Zusammenfassung.

Frank A. Meyer ist Schweizer und hat eine spitze, ironische Zunge. Von Berlin gibt er sich genervt. »Berlin hat eine rot-rot-grüne Regierung. Das halte ich für fatal. Vor allem für die Grünen sind Menschen, die ein durchschnittliches und fleissiges Leben führen, nicht der Rede wert. Wer nicht hinnehmen will, dass sein Kind in einer Schule mit siebzig oder neunzig Prozent Migrantenkindern einen Startnachteil hat, ist für Rot-Rot-Grün ein Spiesser. Spiesser sind für diese Parteien auch alle, die sich über die Unsicherheit in den Parks und am Abend in den U-Bahn-Stationen beschweren. Man muss in Berlin schon einen Migrationshintergrund aufweisen, um Zuwendung zu erfahren. Es geht dieser Koalition vor allem um Minderheiten und deren spezifischen Bedürfnisse: um MultikultiHier der Artikel bei der BAZ.

Mit großem Gewinn habe ich zuletzt bei Seidwalk über die Lage in Ungarn gelesen, dass Orbáns Stern wohl im Sinken begriffen ist. Dort finden sich auch weitere Links zum Themenkomplex. Allein mit Migration und Soros-Bashing gewinnt man Wahlen eben nicht.

Fundstück: der gestern erwähnte Borgolte stellte sich bereits im Zuge des „Sommerwunders“ von 2015 auf die „richtige“ Seite. Das lässt ein Tweet des FAZ-Redakteurs Bahners aus dem November 2015 erahnen:

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