Am 20. Mai 2026 sprach der Journalist Marco Gallina unter dem Titel „Von Guareschi bis Meloni“ über die Rechte in Italien nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei stützte er sich auf sein jüngst erschienenes Buch Giovannino Guareschi – Don Camillos rebellischer Vater, das die Lebensgeschichte des katholischen und antikommunistischen Journalisten Guareschi (1908–1968) beschreibt, der mit seiner satirischen Zeitung „Candido“ und den Geschichten um Don Camillo und Peppone ein Millionen-Publikum erreichte.
Rechts von den Christdemokraten sei eine Art „drittes Italien“ entstanden, für das der Journalist Guareschi als „Chiffre“ gelten könne. Es hätten sich dort versammelt: Monarchisten, Populisten, Katholiken, Konservative, Nationalisten in der Tradition der italienischen Einigungsbewegung, Liberale sowie ehemalige und neue Faschisten. Dieses „dritte Italien“ habe verschiedene Wandlungen durchlaufen, bei denen es auch alten ideologischen Ballast abgeworfen hätte. Als in den 90er Jahren schließlich die alte Parteienherrschaft zusammenbrach, sei es der italienischen Rechten gelungen, sich politisch zu formieren und den Weg an die Macht zu finden. Meloni, Berlusconi und Salvini seien die in Deutschland bekanntesten Vertreter der italienischen Rechten, die heute durch drei Parteien im Parlament vertreten werde und eine der bisher langlebigsten Regierungen trage.