„Deutschlands Populisten sitzen im Parlament“ – Nachbetrachtung

9. März 2017
Kategorie: Alltägliche Gedankenstreifzüge | Freiheit | Ironie | Italianità und Deutschtum | Linkverweis | Machiavelli | Medien | Non enim sciunt quid faciunt | Tichys Einblick

Ich hatte geglaubt, dass mit „Ich bin nicht Deniz“ bereits dieser Monat an Ereignissen für das Diarium erschöpft wäre; Nachträge erfolgen bei mir wirklich in äußersten Notfällen. Auch die „16 Sentenzen“ waren eher ein beifälliges Nebenprodukt, das allerdings ungeahnte Popularität entfachte. Hatte Nicolaus Fest zum großen Erfolg von „Deniz“ nicht unerheblich beigetragen, und den Beitrag zum meistgelesenen dieses Diariums gemacht, überholt „Sie sitzen in Parlament und Regierung“ von seiner Reichweite so ziemlich alles, was der Löwe bisher online publiziert hat. Der Eintrag hatte bereits auf dem Diarium gute Zugriffszahlen, auf Tichys Einblick wurde er dann jedoch über 2.000mal geteilt. Wieder mal unmöglich auf die zahllosen Kommentare einzugehen, obwohl ich das ansonsten gern täte. Die Resonanz ist durchweg positiv. Der Artikel schlägt damit selbst die Trump-Analyse um Längen.

https://twitter.com/SteinbachErika/status/839458829762969600

(Gut, vielleicht nicht Fest, aber dennoch prominente Unterstützung.)

Dabei sei angefügt, dass mir im Nachhinein noch ein Addendum einfiel, nämlich die erneute Kandidatur betreffend. Da die 17 in Italien eine besondere (Pech)zahl ist, also ein letzter Schluss:

Sententia XVII: Merkel folgt einem ziellosen Machtwillen. Da Merkel nicht ideologisch verblendet ist, sondern genau weiß, was sie getan hat – inklusive aller damit verbundenen Folgen von finanziellen, sozialen, kriminellen und terroristischen Ausläufern – kann die erneute Kanzlerschaft nur auf Sturheit oder dem Glauben an eigene Unersetzlichkeit beruhen. Der Schaden, den sie ihrem Amt, ihrer Partei, ihrem Land und ihrem Volk zugefügt hat, zieht keinerlei Konsequenzen nach sich. Ein Rückzug wäre daher aus mehreren Gründen logisch: sie müsste den eigenen Schaden nicht ausbaden, könnte die CDU unter einem Nachfolger regenerieren lassen und den Volkszorn abschwächen. Stattdessen nimmt sie all dies in Kauf, und kandidiert erneut. Merkels Machtwille scheint dabei unersättlich wie ziellos, da Macht reiner Mittel zum Zwecke der Herrschaft ist, Merkel aber nicht herrscht (heißt: Politik betreibt).

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