Die Vorteile der Portraitmalerei

18. Februar 2017
Kategorie: Alltägliche Gedankenstreifzüge | Gemälde und Fotographereyen | Historisches | Ironie | Lesermeldung

Vielleicht erinnert sich mancher an die junge Isabella II., deren Kinderportrait im Zuge des Artikels zur Corona tumular auftauchte. Isabella wurde in jene Zeit der Industriellen Revolution geboren, die nicht nur gesellschaftliche und politische, sondern natürlich auch künstlerische Herausforderungen barg; so jene Revolution, welche die Photographie für die Malkunst bedeutete.

Und das gleich auf mehreren Feldern.

Ich möchte es daher heute bei wenigen Worten belassen, und eine Frage ins Spiel bringen, welche Leser Andreas bereits bei der Besprechung von Parmigianinos Antea einbrachte, nämlich, ob die Leute wirklich so aussahen. Ja, natürlich, realistisch schon, aber vermutlich mit der einen oder anderen Aufhübschung, welche die Realität idealisierte. Und natürlich, weil eine Aufhübschung unumgänglich war, wollte man sich als Maler nicht selbst um den Lohn bringen.

Portrait Isabellas II. von Spanien ca. 1860:

Isabella II Portrait

Photographie Isabellas II. von Spanien um 1868:

800px-Reina_Isabel_II_de_España

Ich behaupte allerdings, dass es „Antea“, deren Identität wir bis heute nicht kennen (und sich daher wegen einer möglichen schlechten Darstellung keine Sorgen machen musste), weniger nötig hatte als die spanische Königin.

Teilen

«
»