In Syrien bestätigt sich das, wovor viele gewarnt haben: Machthaber Ahmad al-Scharaa hält wenig von Demokratie und Minderheitenschutz. Jetzt geht er gegen die Kurden vor. Die Grünen, die mit Annalena Baerbock den Sturz von Assad begrüßt hatten, gerieren sich nunmehr als Kritiker der zögerlichen Bundesregierung.
Ahmad al-Scharaa kommt nicht nach Deutschland. Dabei war sein Besuch für Mitte Januar von Politik, Medien und Öffentlichkeit mit großem Interesse erwartet worden – denn Syrien ist für Deutschland ein Schlüsselland. Dass es dem Bundeskanzler dabei in erster Linie um Abkommen zur langfristigen Rückführung von syrischen Migranten gehen sollte, war ein offenes Geheimnis. Noch klarer war dagegen, dass al-Scharaa sich dieses Vorgehen vergolden lassen würde.