Von welchem Autor stammt folgende Passage?
„Das außergewöhnlichste sind ein einfacher Mann und seine einfache Frau und ihre gewöhnliche Familie. Gewöhnlichen Menschen liegen Kinder und Enkel am Herzen; sie sind keine Heuschrecken, die alles verschlingen, was verschlungen werden kann, um dann zu verschwinden.“
Die verblüffende Antwort: Es sind zwei Sätze aus zwei komplett verschiedenen Federn. Der erste stammt von Gilbert Keith Chesterton, der zweite von Giovannino Guareschi. Dennoch überlappen sie sich nicht nur; sie ergänzen sich sogar. Chesterton und Guareschi sahen in den „außergewöhnlichen“ Menschen das Problem und in der Familie die Lösung.
Deutlich wird: Bis heute fehlt eine wissenschaftlich-komparatistische Studie zu zwei der bedeutendsten katholischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Chesterton wie Guareschi waren beide als Journalisten und Publizisten tätig; beide errangen Weltruhm mit der Erfindung eines Vorzeigepriesters; beide bedienten sich des Humors als Transporteur ihrer Ideen; beide opponierten gegen Materialismus, Atheismus, Hedonismus und Entmenschlichung; beide priesen das einfache Leben, das Land als Rückzugsort und den einfachen Mann als Protagonisten der Geschichte.