Allerheiligen

1. November 2016
Kategorie: Gemälde und Fotographereyen | Ich bin Guelfe, ich kann nicht anders | Zum Tage

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Albrecht Dürer, Landauer Altar (1511)

Evangelium nach Matthäus 5,1-12a.; Hochfest Allerheiligen.

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm.
Dann begann er zu reden und lehrte sie.
Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.
Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.

Der Heilige Ambrosius schreibt dazu:

„Danach sah ich: eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen […] vor dem Thron und vor dem Lamm stehen“ (vgl. Offb 7,9)

Gestärkt durch die Belehrungen [der Hl. Schrift], schreiten wir ohne Zittern hin zu unserem Erlöser Jesus, zur Versammlung der Patriarchen, gehen wir zu unserem Vater Abraham, wenn der Tag gekommen sein wird. Gehen wir ohne Zittern zu dieser Versammlung der Heiligen, dieser Versammlung der Gerechten. Wir werden unseren Vätern entgegengehen, die uns den Glauben gelehrt haben. Selbst wenn die Werke uns fehlen, möge der Glaube uns helfen, unser Erbe zu verteidigen! Wir werden zu dem Ort gehen, an dem Abraham seinen Schoß öffnet für die Armen, wie Lazarus einer war (Lk 16,19ff.). Dort ruhen diejenigen aus, die die schweren Lasten des Lebens dieser Welt getragen haben. Vater, strecke deine Hände jetzt aus, um diese Armen aufzunehmen, öffne deine Arme, mache weit deinen Schoß, um noch mehr von ihnen aufnehmen zu können, denn sehr zahlreich sind sie, die an Gott geglaubt haben […]

Wir werden ins froh machende Paradies gelangen, wo Adam, einst gefallen in den Hinterhalt der Räuber, nicht mehr daran denkt, seine Wunden zu beweinen, wo der Räuber selbst sich an seinem Anteil des himmlischen Königreichs erfreut (vgl. Lk 10,30; 23,43) – dort, wo keine Wolke, kein Gewitter, kein Blitz, kein stürmisches Unwetter, keine Finsternis, keine Dämmerung, weder Sommer, noch Winter die Unbeständigkeit des Wetters kennzeichnen. Weder Kälte, noch Hagel, noch Regen [wird es geben]. Unsere arme kleine Sonne, der Mond und die Sterne werden zu nichts mehr nützlich sein. Die strahlende Herrlichkeit Gottes allein wird aufleuchten, denn Gott wird das Licht für alle sein; dieses wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, wird für alle aufstrahlen (vgl. Offb 21,5; Joh 1,9). Wir werden dorthin gehen, wo der Herr Jesus Wohnungen bereitet hat für seine kleinen Knechte, damit dort, wo er ist, auch wir seien (Joh 14,2–3) […]

„Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen“ (Joh 17,24) […] Wir folgen dir, Herr Jesus; doch dazu rufe uns, denn ohne dich kann niemand hinaufsteigen. Du bist der Weg, die Wahrheit, das Leben (Joh 14,6), das Können, der Glaube, der Lohn. Nimm uns auf, stärke uns, schenke uns das Leben!

Evangelium Tag für Tag.

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