Kreuzfeuer: Das umkämpfte Christentum

22. September 2026
Kategorie: Historisches | Ich bin Guelfe, ich kann nicht anders

Am 20. Oktober erscheint der Sammelband „Kreuzfeuer. Das umkämpfte Christentum“ mit Beiträgen der typischen Verdächtigen, darunter auch ein Essay von mir. Der Beitrag ist dabei als „Kleine Geschichte der Schwarzen Legenden des Christentums“ historisch orientiert.

Herausgeberin Bettina Gruber schreibt dzau in ihrer Einleitung:

„Einen Überblick über diese Legenden bietet (zunächst) der Artikel von Marco Gallina, der deshalb den meisten Raum einnimmt: Diese haben sich nämlich tief ins kollektive Gedächtnis eingebrannt, und zwar als vermeintliche historische Wahrheiten. Wer sie gesprächsweise und unter Verweis auf Belege bestreitet, stößt häufig auf ausgesprochene Skepsis, ja auf Unwillen, diese Belege überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Das verweist darauf, dass hier nicht einfach Unwissen vorliegt – die Kirchenfeindlichkeit nimmt eine zentrale Funktion im Seelenhaushalt der (progressiven und liberalen) Moderne ein, die zwangsläufig auf das Christentum insgesamt abfärbt. Man will sich seine als geschichtliches Wissen daherkommenden Vorurteile nicht rauben lassen, weil ansonsten das gesamte Weltbild eine Korrektur erfahren müsste. Fakten, die den Klischees widersprechen, sind zwar den Fachwissenschaftlern bekannt, dringen aber ins allgemeine Bewusstsein nicht ein. Es ist dagegen quasi imprägniert. Tatsächlich handelt es sich in vielen Fällen eher um eine Art populärliterarischer Vorstellungen des späten achtzehnten und noch mehr des 19. Jahrhunderts, die später auch noch filmisch verstärkt wurden und eher der Schauerliteratur als ernsthaften Geschichtsstudien zuzurechnen sind.“

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