Peter Kreeft

13. Juli 2020
Kategorie: Die Tagespost | Europa | Ich bin Guelfe, ich kann nicht anders | Linkverweis | Medien | Philosophisches

„Die beiden wichtigsten Fakten zur westlichen Zivilisation sind diese: erstens, dass es unsere ist; und zweitens, dass sie einen raschen intellektuellen und spirituellen Selbstmord begeht.“ Wenn Peter Kreeft das sagt, dann nicht mit der in Mitteleuropa bekannten Bitterkeit oder der im romanischen Raum verbreiteten Melancholie. In Kreefts Stimme liegt ein angelsächsischer Charme, der die Tragik des Menschseins in eine warme Ironie münden lässt, um die Welt erträglicher zu machen.

Kreeft ist Apologet, kein Schwarzseher. Ein Apologet mit einem übernatürlichen Ausstoß, den nur eine besondere Verbindung zum Heiligen Geist erklären kann. Kreeft hat in seinen 83 Lebensjahren 95 Bücher geschrieben. Er ist damit womöglich der produktivste lebende katholische Apologet. Darunter finden sich Titel wie „40 Gründe, warum ich Katholik bin“, „Handbuch für Christliche Apologeten“, „Zwanzig Argumente für die Existenz Gottes“ oder „Ja und Nein – Direkte Antworten für zähe Fragen über das Christentum“.

Peter John Kreeft wird am 16. März 1937 in Paterson, New Jersey, geboren. Jugend und Umfeld verraten nichts über seinen späteren Werdegang. Kreeft wächst in einem calvinistischen Elternhaus auf, Rom gilt als neues Babylon, der Katholizismus als Heidentum. Aber schon als Kind fragt Kreeft nach einem Besuch der Saint Patrick´s Cathedral: „Wenn die Katholiken falsch liegen – warum sind ihre Kirche dann so wunderschön?“ Es ist die erste Frage im Leben des Achtjährigen, die sein Vater nicht beantworten kann. Ausgerechnet ein Flaggschiff calvinistischer Ausbildung, das Calvin College in Michigan, das sich bis heute im Besitz der Reformierten Kirche befindet, leitet seine Konversation ein. Dort erwartet ihn ein Déjà-vu: Als Kreeft auf die Theologie des Johannes vom Kreuz und des Thomas von Aquin stößt, kommt er zur Überzeugung, dass „wenn das eine Häresie ist, dann ist es eine schöne und großartige“.

Der ganze Artikel zu Peter Kreeft bei der Tagespost.

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